USA XI – Wilder Westen im Wohnmobil

Endlich ist es soweit – wir bekommen Besuch. Diesmal von Barbara und Reiner, die uns sogar drei Wochen ihrer Zeit schenken, in denen wir gemeinsam im Wohnmobil herumreisen. Dafür haben wir uns die großen Highlights im Südwesten der USA aufgehoben. Deshalb erwarten uns gleich fünf Nationalparks in Utah: Zion, Bryce Canyon, Capitol Reef, Arches und Canyonlands Nationalparks stehen im ersten Teil unserer Tour auf der Liste. Und auch das Highlight Grand Canyon (oder ist er womöglich doch kein Highlight?) steht ganz oben auf der Liste.

Welcome to Las Vegas, Barbara und Reiner

Von der Overland-Messe in Flagstaff fahren wir nach unserer letzten Schicht zurück nach Las Vegas. Hier heißt es erstmal packen und organisieren. Ein Teil unseres Gepäcks bleibt gleich im angemieteten Storage, inklusive der ausgemusterten Wintersachen, die zurück nach Deutschland sollen. Wir checken im Luxor Hotel ein und sind überwältigt von der Weitläufigkeit des Themenhotels und vor allem des Casinos. Zwar waren wir vorher schon einige Tage in der Umgebung von Vegas, aber eben noch nicht mittendrin. Die Spielautomaten blinken, leuchten und dröhnen vor sich hin, schon mittags ist hier einiges los an einarmigen Banditen und den Pokertischen.

Der Flughafen ist nicht weit und kurze Zeit später nehmen wir schließlich unseren Besuch in Empfang. Willkommen in den Staaten! Abends wagen wir uns für einen ersten Blick auf den legendären Strip. Im Abendlicht ist alles beleuchtet und sieht noch spektakulärer aus. Im New York, New York bekocht uns ein italienisches Restaurant mit hausgemachter Pasta, ein schöner Anfang für die bevorstehende gemeinsame Zeit.

Umzug in den großen Camper – Liebe auf den ersten Blick sieht anders aus

Wir haben uns im Vorfeld entschieden, dem Hottahü eine Pause zu gönnen und gemeinsam im großen Wohnmobil (hier heißt es RV, kurz für recreation vehicle) zu reisen. Eine passende Unterkunft für das Hottahü zu finden war allerdings gar nicht so einfach. Die Ansprüche waren hoch, eine abschließbare Garage sollte es sein und natürlich bewacht. Am Angebot hat es zwar nicht gemangelt, denn in ganz Las Vegas scheint es mehr solcher sogenannten Self-Storages als Einwohner zu geben, dennoch mussten wir im Vorfeld zwei Tage nach etwas Verfügbarem und Passendem suchen.

An der Autovermietung in Henderson bekommen wir dann unseren Camper vorgeführt. Nachdem wir den Einführungsfilm geschaut haben und alle Formalitäten geklärt sind, fahren wir endlich los. Oder? Langsam steuert Reiner das RV auf die Straße, aber statt zu beschleunigen werden wir immer langsamer. Irgendwas stimmt da nicht, also direkt wieder Retoure zum Vermieter nach nicht einmal 300 m. Das fängt ja gut an. Die Diagnose des Mechanikers lautet „Luft im System“. Der Fehler ist schnell behoben und wir endlich on tour.

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Big 5 in Utah

Der Süden Utahs wurde reich beschenkt mit einer ganz besonderen Landschaft. Felsformationen, unterschiedliche Rottöne und Canyonlandschaften vom Feinsten – gleich fünf Nationalparks widmen sich diesem Naturschauspiel.

Der erste Park auf unserer Route ist der Zion Nationalpark, in den man zu dieser Jahreszeit wegen des hohen Besucheraufkommens nur mit einem Shuttlebus kommt. Wir laufen zu den Lower Emerald Pools, einem kleinen Wasserfall und über The Grotte zurück zur nächsten Shuttlebus-Station. Eine schöne Runde, auch wenn bei bewölktem Himmel das smaragdfarbene Wasser nicht ganz so spektakulär aussieht. Um aus dem Park zu kommen passieren wir den Mt.-Carmel-Tunnel, für große RVs wird sogar der Verkehr gestoppt, damit diese einspurig durch den Tunnel passen. Am nächsten Morgen probieren wir unser Glück erneut bei der Wave-Lotterie in Kanab, leider haben wir diesmal kein Glück. Im Grand-Staircase Escalante National Monument gäbe es zwar noch viel zu sehen, aber hier unterliegen wir der Einschränkung des Wohnmobils, da durch den ganzen Park nur Schotterstraßen führen. Nach einem Kuchen-Stopp bei der deutschen Bäckerei etwas nördlich von Kanab fahren wir in den Red Canyon im Dixie National Forest. Eine 3 km Runde führt uns zu den tollsten Hoodoos und Felsformationen. Weil es kein Nationalpark ist, treffen wir kaum jemanden auf unserer Runde. Früh am nächsten Tag fahren wir in den Bryce Canyon Nationalpark und bekommen sogar einen Platz auf dem Camping. Von hier sind wir zu Fuß schnell am Canyon und spazieren immer an dessen Rand bis zum Inspiration Point mit dem besten Überblick über das Amphitheater mit seinen bunten und äußerst imposanten Hoodoos. Über den Kodachrome State Park fahren wir bis nach Torrey, wo wir uns zwei Nächte niederlassen, um von hier aus den Capitol Reef Nationalpark anzusteuern. Hier gibt es sogar einen historischen Distrikt, eine Farm mit Obstbäumen, die früher von Mormonen bewirtschaftet wurde. Das alte Farmhaus versüßt uns den Nachmittag mit hausgemachtem Eis und Kirsch-Torte. Auf dem River Trail laufen wir vorbei an den Obstplantagen, an denen man sich zur Erntezeit gratis mit Obst eindecken darf. Stattdessen versuchen Reiner und ich uns in Botanik und bestimmen jede blühende Pflanze, die wir am Wegesrand finden, was nicht immer gelingt. Auch der Hickman Bridge statten wir einen Besuch ab, bevor es zurück nach Torrey geht. Abends kehren wir im Rim Rock Restaurant zum Abendessen ein, der Burger mit lokalem Rind schmeckt köstlich, es scheint, als hätten wir nach 5 Monaten endlich einen leckeren Burger im Burger-Land gefunden.

Wir überqueren den Colorado River und fahren bis Blanding, wo wir seit Beginn der Tour endlich wieder unsere Vorräte aufstocken können. Beim National Bridges National Monument beeindrucken uns vor allem die flussgeformten Windungen, die vier Brücken sind riesig, aber von den Aussichtspunkten nicht so spektakulär. Weiter geht es bis Moab, wo gleich zwei Nationalparks auf uns warten. Mit dem Arches Nationalpark betreten wir bekanntes Terrain, denn bereits zum Offroadfahren im März haben wir einige Zeit in der Umgebung verbracht. Der Double Arch und die Fenster-Sektion sind jedoch auch beim zweiten Mal beeindruckend, auch wenn der Park den stark steigenden Besucherzahlen nur bedingt gewachsen ist.

Allein die Suche nach einem Campingplatz gestaltet sich in Moab und anderen „beliebten Zielen“ ohne Vorreservierung ausgesprochen schwierig. Verspricht das Reisen mit dem Wohnmobil eigentlich eine flexible und unabhängige Reiseplanung, stehen wir oft vor ausgebuchten Plätzen. Nichtsdestotrotz sind die Abende im RV immer sehr unterhaltsam, zu viert kommen auch endlich mal wieder die Rommé-Karten zum Einsatz. Allerdings finden wir die Sitzgelegenheit schon sehr beengend und fragen uns, wie hier 6 Personen Platz finden sollen.

Ruhiger, aber nicht weniger spektakulär geht es am nächsten Tag im Canyonlands Nationalpark zu, besonders der im Norden liegende Island in the Sky Teil ist wenig besucht. Der Ausblick am Mesa Arch ist schon beeindruckend, aber erst am Grand View Point sehen wir dann das Ausmaß des Canyons, Green und Colorado River haben hier ganze Arbeit geleistet! Durch Erosion ist der Canyon entstanden, dabei ist der Fels treppenartig gebrochen, hartes Gestein schützt das weichere Gestein darunter, sodass auch freistehende Säulen erhalten blieben. An einer Stelle stehen sogar Nadelbäume (Douglasien, engl. Douglas Fir), die hier eigentlich gar nicht wachsen dürften. Es sind Überbleibsel aus einer nässeren und kälteren Epoche, die Bäume halten sich nur, weil sie im Schatten des Canyons stehen. Schon jetzt ist klar, dass der Grand Canyon Schwierigkeiten haben wird, diesen Eindruck zu überbieten.

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Mesa Verde Nationalpark

Nachdem wir die großen Fünf in Utah besucht haben, erwartet uns ein Staaten- sowie Landschaftswechsel. Von Moab müssen wir ein Stück die gleiche Straße zurück und halten bei dem Newspaper Rock, an dem verschiedene indianische Stämme über einen großen Zeitraum Petroglyphen hinterlassen haben. Die genaue Bedeutung der einzelnen Symbole ist leider nur teilweise bekannt. Auf dem Koa-Campingplatz in Cortez kündigt der Kalender sowohl ein langes Wochenende (Memorial Day) als auch die Halbzeit unserer Wohnmobil-Zeit an. Im Mesa Verde Nationalpark erkunden wir erneut das Erbe der indianischen Kultur. Im Gegensatz zu unserem Besuch Ende Februar sind jetzt alle Straßen und Wege offen und seit diesem Wochenende haben auch die Touren in die Felspaläste wieder angefangen. Über Treppen und Leitern kommt man von oben in die Felsbehausungen. Cliff Palace und Balcony House vermitteln einen Eindruck über das Leben hier vor ca. 800 Jahren. Mittelpunkt war in jedem Felspalast die sogenannte Kiva, ein Zeremonienraum, in dem auch das tägliche Leben stattgefunden hat. Sipapu, eine kleine Vertiefung im Boden der Kiva deutet den Geburtsort der Ahnen an. Im Gegensatz zu unserer Weltvorstellung, in der ein Leben oft als horizontaler Zeitstrahl dargestellt wird, ist im indianischen Glauben eine vertikale Richtung verankert, das Leben beginnt im Sipapu und endet im Himmel. Eine Besonderheit des Balcony House sind die Balkone, die die Häuser gleich wohnlicher wirken lassen. Auch zugemauerte Fenster und versetzte Fenster in einem der Häuser deuten auf einen ästhetischen Anspruch der damaligen Architektur hin, ebenso wie die Verschönerung des Eigenheims in Form von Wandbemalungen oder -Verzierungen. Faszinierend und weiterhin ungeklärt ist, warum die Paläste nach nicht einmal 100 Jahren wieder verlassen wurden. Spekuliert wird, dass eine länger andauernde Trockenperiode für den Weiterzug verantwortlich ist.

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Rückweg durch Arizona

Mit dem Abstecher nach Colorado zum Mesa Verde Park, befinden wir uns schon wieder auf dem Rückweg unserer Nationalparkroute und es ist an der Zeit eine Lanze zu schlagen für unseren fünften Begleiter im Bunde – Marion. Marion steht uns während der ganzen Reise mit Rat und Tat zur Seite und weiß immer wo der nächste Campingplatz oder Supermarkt ist (manchmal sind die Informationen nicht ganz korrekt, aber was wäre eine Reise ohne Überraschungen). Die Rede ist von Marion Landwehrs Reiseführer (Conbook Verlag), an dessen Nationalpark-Route wir uns orientieren.

In Fort Bluff treffen wir auf eine ehemalige Mormonensiedlung, die jetzt als Freiluftmuseum erkundet werden kann. Mit Planwagen sind die Mormonen losgezogen, um neues Land zum Bewirtschaften zu finden. Eine lange und schwierige Reise mit dem Planwagen durch unzugängliches Gelände und gar Schluchten haben die Siedler hinter sich, als sie hier ankommen. Das Dorf ist eine Ansammlung liebevoll eingerichteter Hütten und auch die Planwagen sind vor Ort. Ein Informationsfilm und Audiosequenzen geben einen guten Eindruck über das Leben in Fort Bluff, auch die Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit. Gleich nebenan in Twin Rocks kehren wir bei indianischem Flatbread, eine Art Fladenbrot zum Mittagessen ein. Das Brot wird belegt und gerollt gegessen, wir sind begeistert und werden auch vom Schokoladenkuchen zum Nachtisch nicht enttäuscht.

Gut gefallen hat uns der Abstecher zum Gooseneck State Park. Hier hat sich der San Juan River seinen Weg durch die Landschaft gesucht und dabei einen gänsehalsförmigen Canyon geschaffen. Mehr als einen Aussichtspunkt gibt es hier allerdings nicht, deswegen ziehen wir schnell weiter und vorbei am Mexican Hat bis zum Monument Valley. Hier wählen wir den Campingplatz The View direkt vor Ort, mit Exklusiv-Aussicht auf die berühmten Felsen oder Spitzkuppen. Wir gucken vom Aussichtspunkt, wie die letzten Sonnenstrahlen die Felsen in warmes Licht hüllen und auch der Sonnenaufgang lässt die Felsen golden glühen. Der Wildcat Trail führt einmal um den West Mitten Butte herum und auch eine kleine Klapperschlange lässt sich hier in der Morgensonne blicken.

Die Fahrt nach Page am Lake Powell durch die Weiten des Navajo-Landes sind landschaftlich wenig spektakulär. Weites und flaches Wüstenland, eine richtige Prärie begleitet uns auf dem Weg. Dafür bestaunen wir in Page die 270° Windung des Colorado River am Horseshoe Bend Overlook. Am Water Hole Canyon erwartet uns dann eine Überraschung. Konnten wir diesen Schlitz-Canyon drei Monate vorher noch ohne Eintritt besuchen, stehen jetzt ein Zaun und Verbotsschilder am Eingang. Zwölf Dollar pro Person sollen wir zahlen für einen kurzen Blick in den Canyon. Offensichtlich haben die Navajo-Indianer hier eine neue Einnahmequelle gewittert, nachdem schon der Antelope Canyon kommerziell vermarktet wird. Im Supermarkt treffen wir dann wieder auf die Bayern Conny und Chris, die wir schon in Flagstaff kennengelernt hatten und die Zeit reicht immerhin für einen kurzen Schwatz. Die beiden sind zwar erstmal nach Alaska unterwegs, aber werden uns sicher wieder einholen.

Am nächsten Tag widmen wir unsere Aufmerksamkeit dem Glen Canyon Dam und nehmen an einer Führung zum Bau des Damms teil. Der erzeugte Strom versorgt hauptsächlich die kleineren Orte in der Umgebung. Beim Hanging Garden Trail gleich nebenan am Lake Powell kann man unter einer Felsspalte wachsende Pflanzen anschauen, darunter auch eine Orchideenart. Das Wasser läuft durch die Felswand und sammelt sich unter dem Überhang geschützt vor Sonneneinstrahlung. Aus dem gleichen Grund, der ständigen Wasserzufuhr, haben auch die Vorfahren der Pueblo-Indianer die Felsspalten als Behausung auserwählt.

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„Highlight“ Grand Canyon

Der Ruf eilt diesem Canyon voraus. Und er verspricht Großes. Wir kommen am South Rim an den Desert View Point und werfen einen ersten Blick in den Canyon. Die Begeisterung hält sich erstmal in Grenzen, vielleicht weil der Canyon so breit und zerklüftet ist, dass man die beeindruckende Tiefe gar nicht wertschätzen kann. Wir wollen dem Highlight eine zweite Chance geben und laufen ein Stück vom Rim Trail, immer am Canyonrand entlang. Nicht, dass der Canyon nicht groß und imposant wäre, das ist er zweifelsohne, aber egal bei welchem Aussichtspunkt man schaut, es sieht immer gleich aus. Immerhin haben wir am Hopi House Glück und kommen genau passend für eine indianische Tanzvorführung, die wir sehr interessant und informativ fanden.

Die Campingplätze im und um den Grand Canyon sind Monate im Voraus ausgebucht. Wie gut, dass der National Forest nicht weit ist, nach nur 3 km Schotterstraße, die auch unser RV problemlos schafft stehen wir auf einem einsamen Plätzchen im Wald. Endlich finden wir die Ruhe für ein Lagerfeuer und auch der Dutch Oven wird ausgepackt und spontan mit Apfel-Streuseln (Apple Crumble) bestückt.

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Energie tanken in Sedona

Über die kurvige 89A fahren wir nach Sedona, einer esoterisch angehauchten Stadt mit Flair. Im Besucherzentrum werden wir mit einer Karte und reichlich Informationen ausgestattet. Zunächst werfen wir einen Blick in das Tlaquepaque-Zentrum, in dem es viele Galerien und Kunsthandwerk zu sehen gibt. Auch wenn man nichts kaufen möchte, ist der Innenhof sehr schön angelegt. Nachmittags fahren wir die Airport Road hoch, denn hier gibt es eine Region mit besonders positiver Energie, genannt Vortex. Wir laufen den Hügel hoch und haben einen tollen Ausblick auf die Stadt, ein guter Ort, um zu meditieren. Sedona hat sich als eine Art Pilgerort etabliert, denn es gibt hier gleich mehrere dieser Vortex-Gebiete und außerdem eine große Anzahl Wahrsager etc.

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Zurück nach Las Vegas

Gefallen hat es uns trotzdem und voller positiver Energie steuern wir Seligman an. Ein Stück fahren wir auf der historischen Route 66 und kommen an einer alten Tankstelle und Route66-Kultstätte vorbei. Die Zapfsäulen können nur zweistellige Centbeträge anzeigen und um das Häuschen stehen Relikte aus längst vergangenen Zeiten. Auch die Halb-Geisterstadt Chloride hat bessere Zeiten gesehen. Ehemals Minenstadt (Kupfer, Silber, Gold…), stehen mittlerweile die meisten Häuser leer. Der Bahnhof ist kaum als solcher erkennbar, das Gefängnis halb zerfallen und der einzige Reiz für uns sind die vielen blühenden Kakteen an jeder Ecke.

Wir verbringen noch einen Tag am Lake Mead und sind froh, uns im See wenigstens kurzzeitig von den über 40°C abkühlen zu können. Am letzten Wohnmobil-Tag fahren wir gemütlich nach Las Vegas, holen schon das Hottahü aus der Garage ab und versuchen alles wieder an seinen Platz zu bringen, eine Herausforderung, denn irgendwie scheint in den drei Wochen der Platz geschrumpft zu sein. Nachdem der Kühlschrank im RV zunächst alle Lebensmittel erbarmungslos eingefroren hat, geht er am letzten Tag auch noch kaputt. Zum Glück hatten wir ohnehin fast alle Vorräte aufgebraucht und der Rest zieht in unsere Kühlbox. Auch wenn wir die Geräumigkeit und die Toilette im RV sehr genossen haben in den letzten drei Wochen, schätzen wir doch die Qualität und Zuverlässigkeit an unserem Auto.

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Die Rückgabe des RV geht schnell und problemlos und wir können vormittags unseren Las Vegas Aufenthalt am Luxor Frühstücks- und Lunchbuffet beginnen. Danach können wir auch schon die Zimmer im Excalibur beziehen und kurz danach sind wir bereit den Strip unsicher zu machen. Vorbei am Eiffelturm sehen wir die Wassershow vor dem Bellagio und auch die Gondeln in Venedig drehen ihre Runden. In jedem Hotel ist das obligatorische Casino untergebracht, Automaten so weit das Auge reicht, gut besetzte Pokertische und Sportwetten. Es gibt LED-Leinwände der neusten Technologie, die für Shows werben, Designerläden und teure Cafés. Es ist eine perfekt erschaffene künstliche Welt, die nach Einbruch der Dunkelheit erst richtig zu Höchstformen aufläuft. Krasser könnte der Gegensatz zu den letzten drei Wochen nicht sein, Natur pur tritt gegen westliche Dekadenz an.

Nach drei wunderbaren Wochen geht die Zeit zu viert wohl oder übel zu Ende. Der Flug für Barbara und Reiner zurück nach Deutschland startet früh, wir überwinden das Chaos am Check-In, unser überladener Ski-Sack wird problemlos angenommen und dann heißt es Abschied nehmen. Ihr Lieben, wir haben uns riesig über diesen Besuch gefreut und hoffen, euch bald wieder zu sehen!

Zum Schluss noch mal ein großes Dankeschön an Reiner, der die Reise fototechnisch begleitet hat und dadurch sehr viele der hier gezeigten Blog-Bilder entstanden sind!

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Las Vegas – Zion Nationalpark – Red Canyon – Bryce Canyon Nationalpark – Capitol Reef Nationalpark – Moab – Arches Nationalpark – Canyonlands Nationalpark – Newspaper Rock – Cortez – Mesa Verde Nationalpark – Gooseneck State Park – Fort Bluff – Monument Valley – Lake Powell – Page – Grand Canyon Nationalpark – Seligman – Sedona – Chloride – Las Vegas

Reisezeit: 16.05.17 – 7.6.17

2 Antworten auf “USA XI – Wilder Westen im Wohnmobil”

  1. Hallo Ihr Lieben,
    haben Euren Blog mit ganz besonderem Interesse erwartet und ihn mit viel Freude gelesen. Es ist Euch mal wieder gelungen, die – diesmal ja gemeinsamen Erlebnisse – perfekt und mit viel Einfühlungsvermögen zu beschreiben und fotografisch zu dokumentieren. Es war eine ganz besondere Zeit für uns, an die wir täglich zurück denken und die uns nicht loslässt.
    Ihr hattet die Reise perfekt vorbereitet – auch wenn uns Marion dann an manchen Stellen zusätzlich unterstützt hat – und uns als Tourguides durch alle “Unbillen” des amerikanischen Westens geführt, wir haben jeden Moment mit Euch genossen. Die Unterschiede konnten nicht größer sein: Las Vegas als Symbol der Dekadenz des amerikanischen Way of Life auf der einen Seite und der Wilde Westen mit unglaublichen Landschaften, Weite und Leere auf der anderen Seite. Eine perfekte Planung.
    Die vielen Eindrücke in so kurzer Zeit sind nur schwer verdaubar und werden uns sicher noch viele Tage und Wochen beschäftigen. Nach der gemeinsamen Zeit im “Luxuscamper” (für amerikanische Verhältnisse ja maximal Mittelklasse) können wir uns auch viel besser vorstellen und sind um so mehr beeindruckt, wie Ihr Beiden nun schon ca. ein Jahr auf engstem Raum derart gut zusammen auskommt und miteinander lebt – BRAVO!
    In diesem Sinne wünschen wir Euch noch viele schöne und gute Momente auf Eurer weiteren Reise und sind in Gedanken immer ganz nahe bei Euch.
    Auch an dieser Stelle nochmals ganz lieben Dank für jeden gelebten Moment mit Euch.
    Mapa

    1. Katrin & Till 15. Juli 2017 bei 03:40

      Hallo ihr Zwei,
      wir freuen uns, dass es euch so gut gefallen hat. Auch wir denken gerne und oft an die gemeinsame Zeit zurück. Immerhin war es für uns ja auch eine neue Erfahrung zu viert zu reisen.
      Die Erlebnisse in einen Beitrag zu verpacken war nicht ganz einfach und kann wie die meisten Beiträge nur einen kleinen Eindruck von den Erlebnissen vermitteln.
      Viele liebe Grüße aus dem heißen Mexico,
      Till und Katrin

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