Hamburg – oder Goodbye Hottahü

Jetzt wird’s ernst. Die Vorbereitungen sind soweit abgeschlossen, das Auto wartet in Hamburg auf die Verschiffung und der Tag der Abreise rückt immer näher…

Vorbereitungen. Seit Beginn des Jahres 2016 haben wir mit den konkreten Vorbereitungen für unsere Reise angefangen. Dazu haben wir unzählige to do Listen geschrieben, abgearbeitet und das Ganze hat sich gefühlt endlos wiederholt. Nun sind die wichtigen Dinge alle erledigt:

wir haben neue Reisepässe, ein US-Visum (B2, für mehrmaliges Ein- und Ausreisen), unsere Flüge nach Halifax, Kanada mit der passenden Unterkunft für die ersten Tage sind gebucht, wir sind geimpft und versichert und das Auto hat neuen TÜV…

Alle laufenden Kosten sind so weit wie möglich gesenkt. Dazu haben wir alle Abos, Verträge und Mitgliedschaften gekündigt und waren erstaunt, wie viel von dem was wir jährlich bezahlt haben überflüssig war oder es an anderer Stelle mittlerweile deutlich günstiger gibt. Auch das Verkaufen von nicht mehr benötigten Sachen verschafft uns Platz und Genugtuung. Um unterwegs an unser Geld zu kommen haben wir jetzt die kostenlose 1Plus Kreditkarte der Santander Bank. Damit können wir an allen Automaten weltweit kostenlos Bargeld abheben!

Abschiedsparty. Zeit fürs Feiern hatten wir natürlich auch und bei unserer Abschiedsparty hatten wir die Möglichkeit nochmal alle unsere lieben Freunde und Verwandten zu sehen. Deshalb hier nochmal ein großes Dankeschön an alle die da waren. Es war schön, euch nochmal zu sehen! Wir haben den Tag und Abend sehr genossen und haben uns besonders über das meist positive Feedback zu unseren Plänen und dem Fahrzeug gefreut 🙂

Packen. Dann stand erstmal Packen, Putzen und Organisieren auf der Tagesordnung. Das Auto wurde Innen und vor allem Außen von Saharasand (auch 1,5 Jahre nach Tunesien immer noch zu finden!) und Schmutz befreit, denn bei der Einreise nach Kanada darf sich keinerlei Dreck mehr am Fahrzeug befinden, sonst steht eine teure Nachreinigung an, die wir uns auf jeden Fall sparen wollen.

Außerdem haben wir eine Trennwand zwischen Fahrerkabine und dem Wohnbereich eingebaut, sodass uns nach der 2-wöchigen Schifffahrt keine Überraschung durch „verschwundene“ Gegenstände erwartet. Gleichzeitig verstauen wir unser Leben für die nächsten 1-2 Jahre im Innenraum und der neuen Dachkiste. Das minimalistische Packen fällt uns leicht, nachdem wir in Island ein Platzproblem hatten sind viele unnötige Gegenstände aussortiert worden und wir glauben mittlerweile ein gutes Gefühl für das was wir wirklich brauchen zu haben. Dinge, bei denen wir zu lange überlegen müssen, wann und ob man sie mal brauchen könnte bleiben zu Hause. Zusätzlich haben wir uns eine Dachkiste angeschafft, die uns noch mehr Stauraum schafft. Diese Kiste sowie sparsames Packen führt dazu, dass jetzt die meisten der Stauräume leer sind! Damit hatten wir nicht gerechnet und sind umso freudiger gestimmt, denn so bleibt Platz für Vorräte und viele andere tolle Dinge, die wir unterwegs entdecken!

Hamburg. Das Auto sollte mittwochs in Hamburg abgegeben werden. Einen Tag vorher erhalten wir jedoch eine E-Mail von Seabridge, in der uns mitgeteilt wird, dass sich die Route von unserem Schiff geändert hat und es 5 Tage später losfährt. Wir hätten das Fahrzeug zwar schon zum geplanten Zeitpunkt abgeben können, da wir aber keine weiteren Verpflichtungen haben, entscheiden wir uns für eine spätere Abgabe.

Sonntags abends fahren wir schließlich los. Zum Glück ist kaum Verkehr und wir kommen morgens pünktlich am O’swaldkai im Hafen an. Die Übergabe läuft problemlos: wir sind 10 Minuten zu früh, können aber schon eine Wartenummer ziehen und sind damit eine der ersten, die um 7.00 Uhr abgefertigt werden. Das Hafengelände darf nur von einer Person angefahren werden. Bei der Einfahrt wird das Fahrzeug automatisch gewogen, es wiegt stolze 3,2 t. Auch wenn das viel klingt (und auch viel ist!), sind wir zufrieden; auch mit vollen Wassertanks und Vorräten werden wir im zulässigen Bereich bleiben. Es werden Schäden am Fahrzeug notiert und dokumentiert, die Schlüssel werden übergeben und damit war’s das auch schon. Das Auto bleibt noch 2 Tage allein im Hafen und fährt am Mittwoch mit der Atlantic Concert los in Richtung Kanada.

Vom Hafengelände fahren wir mit der Bahn in die Innenstadt und verbringen hier einen schönen Tag bei bestem Wetter! Da wir die Nacht über gefahren sind, genießen wir vor allem den Kaffee in Hamburg und schlendern von Café zu Restaurant und schließen den Tag mit einer Portion Fish & Chips. Um halb 8 fährt (endlich!) unser ICE zurück nach Hause und wir sind froh, endlich mal die Augen zumachen zu können und freuen uns wahnsinnig, als wir nach nur 26 h wieder in Hanau ankommen!

3 Antworten auf “Hamburg – oder Goodbye Hottahü”

  1. Thomas und Alex 11. Juli 2016 bei 08:54

    Hallo ihr Beiden,

    wir wünschen euch ein unvergessliches Abenteuer.
    Unser Neid ist euch sicher!!!
    Alles Gute – bleibt gesund und schöne Grüße aus Berlin

    Thomas und Alex

    Wir werden euern Blog täglich verfolgen. 😉

    Antworten

  2. Claudia Müller 14. Juli 2016 bei 16:37

    Hallo, ich finde eure Reise sehr mutig und verfolge interessiert eure Reiseberichte. Genießt eure gemeinsame Zeit. Viel Glück, blebt gesund und kommt gesund zurück.Alles Liebe Claudia

    Antworten

    1. Hallo Claudia,
      unsere Zeit genießen wir schon jetzt und hoffentlich geht es bald auch richtig los! Es freut uns, dass du unsere Reise mitverfolgst.
      Liebe Grüße, Till & Kathy

      Antworten

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