Über uns

Über uns

Willkommen in unserer Welt!

Wir, das sind Till und Katrin, zwei Reisende mit Sinn für abgelegene Orte. Ursprünglich kommen wir aus dem Rhein-Main-Gebiet, aber am liebsten sind wir mit unserem Toyota Land Cruiser “Hottahü” in der Welt unterwegs.

Von 2016 – 2018 haben wir unser erstes großes Abenteuer auf und neben der Panamericana erlebt. Neben unglaublichen Landschaften, interessanten Begegnungen mit Mensch und Natur haben wir aber vor allem das Reisen als Lebensweise für uns entdeckt.

Unterwegs nehmen wir am liebsten die wenig befahrenen Strecken und auch “Offroad-Abkürzungen” sind nicht sicher vor uns. Begegnungen mit Menschen, freie Campspots und Zimtschnecken backen im Dutch Oven genießen wir weit mehr als überfüllte “Hauptattraktionen”. Vielmehr wollen wir Land und Leute kennenlernen, uns durch die lokale Küche schlemmen und auch einfach mal für längere Zeit an einem Ort bleiben. Mit dem Blog wollen wir Geschichten erzählen, unsere Erfahrungen mit euch teilen und euch vielleicht sogar inspirieren, eure eigenen Träume zu verfolgen.

Till & Katrin ausnahmsweise mal ohne Fahrzeug unterwegs…

Und so fing alles an…

Angefangen hat alles im Jahr 2012 mit einer harmlosen Australienreise. 6 Monate Work & Travel, zwischendurch ein Toyota Land Cruiser als Mietauto und dazu Australiens wildes Outback.
Diese Kombination aus Wildnis und Abenteuer hat es uns angetan und war Liebe auf den ersten Blick. Wir konnten gar nicht genug bekommen von den abgelegenen Nationalparks, die meist nur auf echten Offroadstrecken zu erreichen waren. Ungeplante Wasserdurchfahrten, Straßen mit Hilfe der Winde von wildwüchsigen Bäumen und Ästen zu befreien und abends umringt von neugierigen Kängurus das Camp aufzubauen.
Zwar haben wir zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht an eine Langzeitreise im eigenen Fahrzeug zu denken gewagt, aber die Idee ein eigenes Fahrzeug zum Camper umzubauen wurde hier geboren.

Die Idee zur großen Reise kam bei uns erst nach dem Fahrzeug

Kaum wieder zu Hause wurden die Land Cruiser Anzeigen im Internet systematisch abgearbeitet. Keine zwei Monate später besichtigen wir unser zukünftiges zu Hause. Ein weißer HZJ78 wie aus dem Bilderbuch! Alles im Originalzustand, hinten waren sogar noch die Original-Sitzbänke eingebaut. Der Cruiser hatte noch nie in seinem Leben Schlamm gesehen, geschweige denn eine Reise hinter sich. Vielmehr war der Land Cruiser ein Nostalgieobjekt des Vorbesitzers, der von einer Afrikareise geträumt hat. Perfekt für uns, denn so hatte Till alle Möglichkeiten sich auszutoben und dabei auch unsere Sonderwünsche beim Ausbau zu berücksichtigen. Das Auto wurde innerhalb der nächsten 3-4 Jahre zum Reisefahrzeug umgebaut und sollte eigentlich eher ein Urlaubsfahrzeug als eine Dauerunterkunft werden.

Wann wir uns dazu entschieden haben eine große Reise zu unternehmen können wir im Nachhinein gar nicht mehr sagen. In Deutschland haben wir alles, was man für ein glückliches Leben braucht. Und doch zieht es uns raus in die Welt. Wir wollen aus dem deutschen Alltag ausbrechen, Draußen sein und jeden Tag frei nach unseren Vorstellungen gestalten. Abenteuer erleben und Herausforderungen meistern. Der Jahresurlaub war immer viel zu schnell aufgebraucht und bei maximal 4 Wochen ist der Erkundungsradius klein und jede Reise mit großen Entfernungen und einem straffen Zeitplan verbunden.

Anfangs war die große Reise eine vage Idee, die nach und nach und von allen Seiten genährt wurde. Mit dem Lesen von Blogs und Zeitschriften, beim Besuch von Reisereportagen und dann stand ja auch das beinah fertige Reisefahrzeug vor der Haustür. Zwei Jobs, die unser Leben nicht mit tiefem Inhalt füllen konnten haben uns in unserem Vorhaben bestärkt und ein sowieso auslaufender Arbeitsvertrag hat dann den Startpunkt der Reise festgelegt. Jetzt oder nie, das Leben wartet schließlich nicht.

Und wohin soll die Reise gehen?

Als die Entscheidung GROßE REISE getroffen war, blieb noch die Frage zu klären, wohin wir denn eigentlich fahren wollen. Richtung Osten und weiter nach Asien oder doch lieber auf den amerikanischen Kontinent? Letztlich hat uns die Panamericana überzeugt, denn sowohl auf Englisch als auch auf Spanisch können wir uns bereits gut verständigen. Keine aufwändigen Visa organisieren zu müssen war ein weiterer Pluspunkt und hat den Planungsaufwand geringgehalten. Dazu klang auch der Einstieg ins Reiseleben in Kanada sehr verlockend. Und als wir rausgefunden haben, dass die Verschiffung nach Halifax gar nicht mal so teuer ist, war die Entscheidung gefallen:

Panamericana 2016 – 2018

Im Juli 2016 ist es soweit – nach knapp 2 Jahren Vorbereitung lassen wir alles hinter uns, verabschieden uns von Familie und Freunden und starten in unser lang ersehntes Abenteuer!

Mit unserem Land Cruiser, mittlerweile „Hottahü“ getauft, geht es auf und neben der längsten Straße der Welt vom Polarkreis in Kanada bis zum Äquator nach Ecuador. Eine Reise, die uns von der weiten Wildnis in Kanada, über phänomenale Nationalparks in den USA weiter bis nach Mexiko und Zentralamerika führt. Hier wandern wir auf den Spuren vergangener Hochkulturen, schlemmen uns durch die lokale Küche und entdecken nebenbei das Surfen als idealen Reiseausgleich für uns. In insgesamt 854 Tagen bereisen wir 12 Länder und legen 85.000 km zurück. Statt bis nach Feuerland zu fahren, endet unsere Reise vorerst in Ecuador, denn die veranschlagten zwei Jahre sind längst überschritten und wir wollen lieber erneut losziehen, dann mit mehr Zeit und einem wirklich offenen Ende…

Wieder zu Hause, oder? Ein Lebensentwurf entsteht.

Als wir die Reise angetreten sind, kannten wir zwar die Route, nicht aber die Richtung, in die wir uns weiterentwickeln werden. Zwar waren wir von Anfang an sehr offen für neue Länder, aber mittlerweile steht fest, dass wir uns irgendwann auch ein Leben außerhalb Deutschlands vorstellen können. Unterwegs lernen wir ein Leben kennen, das wir nicht mehr vergessen können. Ein Leben, das uns so gut gefällt das wir mehr davon wollen. Denn wenn man einmal von der Freiheit des Reisens gekostet hat, dann wird ein Leben ohne eben schwierig.

Freiheit statt Sicherheit.
Veränderung statt Stillstand.
Abenteuer statt Langeweile.

Bereits in den letzten Wochen unterwegs stellen wir uns die Frage, was wäre, wenn das Abenteuer Unterwegssein nie enden würde? Momentan träumen wir von einem modernen Nomadenleben, in dem wir auf unbestimmte Zeit im Hottahü leben und reisen. Und an diesem Lebensentwurf basteln wir gerade. Ein Konzept soll es sein, bei dem alle unsere Wünsche vereint sind. Reisen. Arbeiten. Leben. Wie genau sich dieser Plan umsetzen lässt wird sich im Laufe der nächsten Jahre zeigen, denn sobald wir unsere Arbeit hier verrichtet haben, wollen wir wieder unterwegs sein. Und dann wollen wir es Leben nennen.

Fortsetzung folgt…

Unterwegs mit Till

  • Liebt neben Fahrzeugen & Technik, schwarzen Kaffee, seine Crocs und natürlich Katrin
  • Ist immer am Tüfteln und Optimieren des Fahrzeugs
  • Geht am liebsten Skilaufen, Surfen, Wandern und Offroaden, Hauptsache Technik und Action

Lieblingsländer bisher:

  • Kolumbien (hier passt einfach alles von der Landschaft bis zum leckeren Almuerzo=Mittagessen über günstige Preise)
  • Kanada (Weite & Wildnis, leckere Burger)
  • USA (Offroad, Nationalparks, BLM Land in dem man frei campen kann)
4_Abkürzung über Toche nach Salento
Till mit Toyota Land Cruiser “Hottahü”

Ein Tag zusammen mit Till

Der Tag beginnt früh morgens, vorausgesetzt es gibt genug Kaffee. Die ausreichende Menge wird bei Till nicht in Tassen, sondern in Kannen gemessen. Nach einem großen Frühstück mit frischen Früchten geht die Fahrt los. Man sollte sich als Beifahrer möglichst schnell mit dem Haltegriff anfreunden, denn keine Piste ist zu schlecht oder zu weit, Hauptsache man bewegt sich abseits der Touristenpfade. Unerwartete Sackgassen und die Einheimischen nach dem Weg zu fragen gehört genauso dazu, wie die Einkehr zum Mittagessen, typischerweise ein Almuerzo mit Reis, Bohnen und Fleisch. Nachmittags darf auch gerne gewandert oder gesurft werden, Bewegung und Action dürfen schließlich nicht zu kurz kommen. Abends findet sich idealerweise ein wilder Campingspot, am besten mit Feuerstelle, um sich aus dem Dutch Oven mit einem Gulasch oder gar Zimtschnecken verköstigen zu lassen. Alternativ wird auch entspanntes Baden in heißen Quellen als Abendbeschäftigung akzeptiert. Gesprächsthemen sind mit großer Vorliebe Fahrzeuge aller Art, und das in allen Details und gerne auch stundenlang.
An Pausetagen kümmert Till sich liebevoll um die Pflege des Fahrzeugs, denn beim kleinsten Klappern wird er nervös. Bei Ölwechseln steht er generell mit in der Werkstatt, bei seinem Schätzchen wird schließlich nichts dem Zufall überlassen. Mit dabei ist immer ein Notizbuch, denn neue Ideen für Verbesserungen am Fahrzeugausbau werden akribisch notiert und mit Zeichnung festgehalten.

Unterwegs mit Katrin

  • Liebt neben Essen, Kultur & Wissenschaft ihre Cordhosen und natürlich Till
  • Kreative Ideen entstehen auf dem Beifahrersitz und kritische Situationen werden mit Humor überstanden
  • Geht am liebsten Surfen, Wandern, ins Museum oder gemütlich ins Café

Lieblingsländer bisher:

  • Kolumbien (die Vielfalt von der Küste und den Bergen, die offenherzigen Menschen, Kaffee & Kakao)
  • Guatemala (die Farben, die Pyramiden und die gelebte Maya-Kultur, die Vielfalt)
  • Mexiko (das Essen, Surfen auf der Baja California, unsere Tour durch die Kupferschlucht)

61a_einfach mal Nichtstun - ein seltener Zustand bei uns. Am Riff zu Hause, Hotel KaylaEin Tag zusammen mit Katrin

Morgens sollte man Geduld mitbringen, denn ausschlafen muss sein. Das Bett wird erst verlassen, wenn der Kaffeeduft durch das offene Dachfenster zieht. Beim Frühstück wird die Route für den Tag geplant, ein grobes Tagesziel festgelegt und schnell nochmal in Reiseführern, Notizbüchern und Blogbeiträgen nachgeschaut, was es unterwegs zu entdecken gibt. Abgelegene Orte werden auf Karten ausgekundschaftet und danach eine passende Route gesucht. Idealerweise befindet sich in der Nähe der Strecke ein Dorf mit besonderen Essensspezialitäten, die unbedingt probiert werden müssen. Ein Café zum Einkehren oder Nationalparks mit Wandermöglichkeiten werden aber auch akzeptiert. Wer mit Katrin unterwegs ist, braucht Geduld, denn keine archäologische Stätte ist vor ihr sicher, jede Pyramide wird erklommen und natürlich werden alle Hinweisschilder akribisch nach Informationen abgesucht. Auf Katrins Kommando müssen auch immer mal wieder rasante Stopps eingelegt werden, denn manchmal verkauft jemand eine noch unbekannte Frucht am Straßenrand oder es wird eine wunderschön blühende Pflanze am Wegesrand entdeckt, die mal eben erkundet werden muss. Gecampt wird wahlweise frei, gerne darf es aber auch mal ein Campingplatz mit heißer Dusche und schnellem Internet sein.
Abends oder an Pausetagen werden alle Informationen in Excel-Tabellen erfasst und ausgewertet, Bilder sortiert und Blogberichte geschrieben. Mit Vorliebe werden in der Outdoor-Küche neue Rezepte ausprobiert, Brot und Kuchen gebacken und ganz nebenbei der Jogurt fürs Frühstück zubereitet.