Land Cruiser Fahrzeugausbau 2.0 – unsere Pläne für die nächste Reise

Land Cruiser Fahrzeugausbau 2.0 – unsere Pläne für die nächste Reise

Von 2016 bis 2018 waren wir mit unserem Land Cruiser HZJ78 auf der Panamericana unterwegs. Nach knapp 2,5 Jahren und 85.000 Kilometern unterwegs haben wir nun konkrete Pläne zu den Optimierungen, die wir am Fahrzeugausbau durchführen wollen. Solarkapazität, Wassertank und Stauraum sind die wichtigsten Punkte,  bei denen wir uns beim ursprünglichen Ausbau verschätzt haben.

Der fast komplett selbst ausgebaute J7 hat sich auf seiner ersten großen Reise mehr als bewährt und ist für uns nach wie vor das beste denkbare Reisefahrzeug. Keinerlei technische Probleme, der Stauraum ist ausreichend, enge Straßen in kleinen Dörfern sind gut befahrbar und auch auf die Geländegängigkeit hätten wir nicht verzichten wollen. Da es für uns und unser „Hottahü“ die erste große Reise war, haben wir aber doch an einigen Stellen Optimierungsbedarf was den Fahrzeug-Ausbau angeht. Da das Auto anfangs eher für kürzere Reisen gedacht war, gibt es hier einige Punkte, die wir für das langfristige Unterwegssein gerne ändern möchten. Denn für uns steht fest, dass dieses Fahrzeug auch weiterhin unser Wegbegleiter und zu Hause sein wird und wir so bald wie möglich die nächste Langzeitreise damit unternehmen möchten.

Schon auf der Reise haben wir uns überlegt, wie wir den Fahrzeug-Ausbau optimieren können und deshalb gibt es hier unsere Fahrzeug-Ausbau 2.0-to do-Liste, die wir innerhalb dieses Jahres abarbeiten möchten.

#1 Solarkapazität vergrößern durch zweites Solarmodul

Völlig verschätzt haben wir uns bei der benötigten Solarkapazität. Unterwegs waren wir mit einem 60 Watt Modul von Büttner, das auch eine super Leistung bringt. Dennoch hat uns die Kapazität bei größeren Standzeiten und wenig Sonne nicht gereicht, je nach Bedingung hatten wir nur für 2-3 Tage Strom. Kühlschrank, Computer und Kamera wollen eben doch ständig geladen werden.
Schon in den Staaten hatten wir deshalb ein 50 W flexibles Zusatzmodul auf der Dachkiste montiert. Diese Behelfslösung hat allerdings deutlich weniger Leistung gebracht als angegeben. Oft mussten wir bei längeren Standzeiten zwischendurch den Motor laufen lassen, was auf Dauer sehr nervig war.

Deshalb soll nun das alte 60 Watt Modul was momentan hinten montiert ist nach vorne auf die Dachkiste wandern. Hinten kann dann ein zusätzliches 120 W-Modul installiert werden. Mit insgesamt 180 W und einem neuen Batteriesystem (siehe #2) erhoffen wir uns damit quasi unbegrenzte Standzeiten.

Die Solarkapazität muss erhöht werden, ein zweites 120 Watt Modul soll montiert werden
Die Solarkapazität muss erhöht werden – zu dem aktuellen 60 Watt Modul soll ein zweites 120 Watt Modul montiert werden. Mit insgesamt 180 Watt hoffen wir auf unbegrenzte Standzeiten.

#2 Batterie von Motorraum in Wohnraum

Zusätzlich zu der geringen Solarkapazität (siehe #1) hat sich der Standort der Zusatzbatterie (100 A AGM) im Motorraum zwar als platzsparend, aber als völlig ungeeignet erwiesen. Zum einen wird bei Außentemperaturen über 25°C der Motorraum zu heiß, sodass die Batterie beim Fahren nicht mehr geladen wird. Zum anderen wird der Motorraum im Winter zu kalt, sodass die Batterie erheblich an Leistung verliert. Bei unter -10°C war es dadurch nicht möglich die Heizung nachts durchlaufen zu lassen.

Die Batterie in den Wohnraum zu bauen ist deshalb generell eine sehr gute Idee. Außerdem wollen wir möglicherweise gleich auf eine 200 A Lithium-Ionen-Batterie wechseln.

#3 Stauraum gewinnen im Innenraum

Da das Fahrzeug nicht unbedingt für Langstreckenreisen konzipiert wurde, haben wir im Innenraum zwar viel Platz zum Sitzen, aber eben entsprechend wenig Stauraum.

Optimierungs-Möglichkeiten sehen wir durch den Austausch der Kisten (#3A), einer Erhöhung der Sitzbank (#3B) und einer neuen Lösung für die “Raffelkiste”, wahlweise mit Jacken und Kleinzeug bestückt (#3C).

So aufgeräumt sah es während der Reise leider selten aus
So aufgeräumt sah es während der Reise leider selten aus. Die Plastik-Kisten haben Standardmaß, womit wertvoller Stauraum verschenkt wird, auch die Sitzbank kann erhöht werden

Tatsächlich hat auf der Reise anfangs alles seinen Platz gehabt, aber spätestens mit dem neu angeschafften Surf- und Ski-Equipment musste nach dem Einkaufen regelmäßig der halbe Einkauf im Gang fahren und auf Dauer nervt das ständige Umräumen einfach enorm. Da wir das Gesamtkonzept mit großer Sitzbank und dem Zusatzbett aber unbedingt beibehalten wollen, wird folgendes angepasst:

#3A Kunststoffkisten durch Holzkisten ersetzen

Mit den Plastik-Kisten mit Vollauszugsystem waren wir insgesamt sehr zufrieden, da es keine „toten Winkel“ gibt wie es bei Klappen oder großen Fächern der Fall ist, denn man findet alles in der Kiste wieder. Da wir aber Kunststoff-Kisten im Standardformat verwendet haben, konnten wir den verfügbaren Platz nicht optimal ausnutzen. Deshalb wollen wir nun entsprechende Holzkisten bauen, die die volle Tiefe ausnutzen. Als Material werden wir Siebdruckplatten verwenden, die zwar am Ende doppelt so schwer sein werden wie die Kunststoffkisten, aber für uns das einzig Outdoor fähige Material zu sein scheint.

#3B Sitzmodul erhöhen

Auf der linken Seite befindet sich das Sitzmodul. Auch hier können wir Platz schaffen, indem das gesamte Modul um 5-10 cm erhöht wird. Dadurch sollte dann auch genug Platz sein, damit die Zusatz-Batterie aus dem Motorraum in den Wohnraum untergebracht werden kann (siehe #2).

Kurz vor der Heimreise sammelt sich so einiges im Gang - MEHR STAURAUM muss her
MEHR STAURAUM muss her – kurz vor der Heimreise in Kolumbien sammelt sich so einiges im Gang, Stühle, ein Auspuff und die günstige Bananenstaude vom Straßenrand fahren ohne festen Platz

#3C Neue „Raffelkiste“

Wo befindet sich in unserem Fahrzeug der „Flur“? Also die Jacken, Taschen und Sachen an die man schnell drankommen muss…? Bei uns war das bisher in einer Plastikkiste, die wir in Kanada in den ersten Tagen nachgerüstet hatten für eben diesen Zweck. Diese sogenannte Raffelkiste steht meistens hinten auf der Querbank, ist also von vorne gut zugänglich und kann bei Bedarf auf den Beifahrersitz verfrachtet werden. Das System hat sich bewehrt, da dadurch keine Einzelteile durchs Auto fliegen. Nun soll die Kiste aber durch eine Holzkiste ersetzt werden, die dann auch genau in den Gang passt und unter dem Bett verstaut werden kann.

Auch wenn die Anpassungen nur minimal sind, haben wir einen Platzgewinn von ca. 20-30 % errechnet. Dazu soll auch außen mehr Stauraum geschaffen werden (siehe Punkte #4 – #6).

#4 Zusatztank ersetzen

Eine der ersten und wichtigsten Umbauten zum Reisefahrzeug war die Montage eines Diesel-Zusatztanks. Mit dem Standardtank von 90 Liter ist die Reichweite sehr begrenzt, sodass sich für Langzeitreisen defintiv ein zusätzlicher Tank empfiehlt. Unterwegs waren wir mit dem 180 L Stahltank. Die volle Kapazität haben wir aber eigentlich nicht gebraucht. Natürlich war es praktisch bei günstigem Diesel beide Tanks voll zu betanken, aber meistens haben wir das sogar eher vermieden, um nicht mit noch mehr Gewicht durch die Gegend zu fahren.

Da wir das Reserverad nun wieder unter dem Auto montieren wollen, soll stattdessen ein 105 L Mitteltank aus Aluminium montiert werden. Dadurch sparen wir erstens 50 kg Gewicht und zweitens wird der Platz auf der Heckstoßstange als zusätzlicher Stauraum frei (siehe #6). Um den Mitteltank montieren zu können müssen wir einen Seitenauspuff montieren, was wir ursprünglich wegen der Lautstärke vermeiden wollten.

#5 Seitenauspuff montieren

Tja, einen Seitenauspuff wollten wir eigentlich vermeiden, da er sehr laut ist. Der Mitteltank (siehe #4) kann jedoch ausschließlich in Kombination mit Seitenauspuff montiert werden.

#6 Aluminiumkisten auf Heckstoßstange

Eines der größten “Probleme” auf Reisen war für uns der Stauraum. Bisher befinden sich auf der Heckstoßstange das Reserverad und eine kleine Stahlkiste. Um zusätzlich zu den Umbauten im Innenraum (siehe #3A-C) noch mehr Stauraum zu gewinnen, soll das Reserverad wieder unter das Auto montiert werden (siehe #4 und #5). Dadurch können wir auf jede Seite der Heckstoßstange eine große Aluminium-Kiste montieren, die uns jeweils 70 L Platz verschaffen. Ein Platzgewinn von ca. 100 L. Die Kisten werden wir mit Vorhängeschloss sichern, das System hat sich schon bei der kleinen Heckkiste bewährt.

Der Platz auf der Heckstoßstange soll durch zwei große Kisten ausgenutzt werden
Der Platz auf der Heckstoßstange soll durch zwei große Aluminium-Kisten besser ausgenutzt werden. Das Ersatzrad soll dazu wieder unter dem Auto montiert werden. Dafür muss wiederum ein Mitteltank und Seitenauspuff montiert werden.

#7 Frontscheinwerfer durch LED-Scheinwerfer ersetzen

Licht ist uns sehr wichtig, denn immer mal wieder kommt es vor, dass man im Dunkeln unterwegs ist. In Nordamerika haben uns große Entfernungen auch immer mal wieder bis ins Dunkle fahren lassen. Ab der mexikanischen Grenze waren es eher ungeplante Fahrten, die wegen schlechten Straßen einfach länger gedauert haben oder wir uns schlichtweg verschätzt haben. So oder so, ist es dann beruhigend zu wissen, das man die schlechten Straßen, Bodenwellen oder unbeleuchtete Fußgänger/Tiere/Fahrradfahrer rechtzeitig sieht. Gerade in Zentralamerika sollte man auf alles gefasst sein, nicht selten sind auch knöcheltiefe Löcher in der Straße.

Momentan haben wir die Standardscheinwerfer-Gehäuse mit OSRAM-Nightbreaker Leuchten. Zwar sind diese schon deutlich besser als die Originale, aber im Abendlicht-Bereich noch nicht optimal. Deswegen wollen wir nun LED-Scheinwerfer ausprobieren.

Die Frontscheinwerfer sollen durch LED-Scheinwerfer ersetzt werden
Die Frontscheinwerfer sollen durch LED-Scheinwerfer ersetzt werden.

#8 Neue Seitenscheinwerfer in die Stoßstange einlassen

Und wieder sind wir beim Thema Licht. Wenn man ausnahmsweise im Dunkeln unterwegs ist, dann muss man auch im Dunkeln auf Schlafplatzsuche gehen. Hat man dann kein ausreichendes Licht, wacht man morgens schon mal direkt neben einem Haus auf, dass es am Abend vorher einfach noch nicht gegeben hat. Das ist uns nämlich in Kanada passiert.

Schnell hatten wir dann als On The Road Lösung zwei Hella-LED-Scheinwerfer provisorisch an der Stoßstange festgemacht. Dadurch werden beim Fahren auch die Straßenseiten gut ausgeleuchtet, was wir besonders für das rechtzeitige Erspähen von Tieren als sehr hilfreich befunden haben. Jetzt sollen die Scheinwerfer natürlich ordentlich in die Stoßstange eingelassen werden.

Die seitlich montierten LED-Scheinwerfer haben sich bewährt und sollen nun in die Stoßstange eingelassen werden
Die seitlich montierten LED-Scheinwerfer haben sich insbesondere bei der Schlafplatzsuche im Dunkeln bewährt und sollen nun ordentlich in die Stoßstange eingelassen werden.

#9 Höherlegungsfahrwerk

Bisher sind wir mit Originalfedern mit Verstärkung unterwegs gewesen. Hinten ist eine extra Blattfederlage eingezogen, vorne haben wir die original verstärkte Ausführung der Federn (von Toyota). Leider ist damit die Bodenfreiheit begrenzt. Bei zahlreichen Offroadstrecken waren wir mit der Bodenfreiheit am Limit. Gerade am hinteren Überhang war es oft sehr eng. Deswegen wären ein paar Zentimeter mehr Höhe nicht schlecht. Dafür haben wir uns das Fahrwerk von Tough Dog ausgesucht.

#10 Außentank für Brauchwasser

Unsere aktuelle Wasserversorgung umfasst 72 L Wasser im Innenraum (6 Raumsparkanister). Die Kanister können wir herausnehmen und befüllen sie ausschließlich mit Trinkwasser, da wir beim Ausbau auf Filter und Pumpe verzichtet haben. Bei normalem Verbrauch reicht uns dieser Vorrat ca. 6-7 Tage (wir trinken beide sehr viel Wasser & Kaffee).
Ab Kolumbien hatten wir dann einen zusätzlichen Wassersack dabei, den wir einfach überall mit Brauchwasser gefüllt haben. Bei der Fahrt ist der Wassersack im Gang hinten mitgefahren, am Schlafplatz haben wir ihn dann draußen aufgehängt. Damit konnten wir dann praktischerweise draußen spülen und gleichzeitig unser Trinkwasser aus dem Innenraum einsparen. Das zusätzliche „Draußenwasser“ ist total praktisch, weil man damit verschwenderischer umgehen kann (z.B. auch mal schnell duschen kann) und außerdem nicht allzu oft die Kanister aus dem Innenraum rauskramen muss zum Nachfüllen.

Statt dem Wassersack, den wir zur Fahrt immer wieder in den Innenraum verfrachten mussten, wollen wir uns jetzt einen Aluminium-Tank maßanfertigen lassen, der an den Airline-Schienen oberhalb vom Außentisch befestigt werden soll und ca. 30 L Fassungsvermögen haben wird.

Wasser am Außentisch hat sich bewährt - statt Wassersack soll ein fester Tank montiert werden
Wasser neben dem Außentisch hat sich bewährt – statt dem mobilen Wassersack soll ein fester Aluminium Tank mit ca. 30 L Fassungsvermögen montiert werden. Dadurch wird Trinkwasser gespart und man kann problemlos draußen spülen oder duschen.

#11 Neue Dachluke

Wir sind mit Klappdach unterwegs und haben uns beim Einbau auch für eine Dachluke entschieden. Prinzipiell eine tolle Sache zum Lüften und rausgucken. Allerdings zeigt unsere Dachluke mittlerweile Materialermüdung und wurde unterwegs bereits neu abgedichtet. Um nicht wieder nacharbeiten zu müssen ist unser neuer Favorit die Lewmar Ocean Luke, die aber leider kein Schnäppchen ist.

#12 WC

Ohne eigene Toilette unterwegs zu sein ist manchmal eine echte Herausforderung. Zwar ist es in Nordamerika eigentlich nie ein Problem gewesen, da man entweder sowieso weit und breit alleine war, oder in Städten und auf dem Highway eine sehr gute (und saubere!) Lösung zur Verfügung stand. Ab der mexikanischen Grenze mussten wir allerdings oft teurere Stellplätze in Anspruch nehmen, nur um eine Toilette zur Verfügung zu haben. Während das fehlende Örtchen für Till meist weniger problematisch war, wünscht sich Katrin nun doch eine eigene Toilette für mehr Unabhängigkeit. Wo und wie eine Toilette untergebracht werden soll, und ob wir auf ein vorhandenes System zurückgreifen oder selbst kreativ werden, ist aber bisher noch unklar.

#13 Mobile Kocher-Lösung

Morgens die große Kanne Kaffee und zumindest abends haben wir häufig gekocht. Für uns einer der größten Vorteile mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs zu sein, ist die eigene Küche.
Gereist sind wir mit zwei mobilen Kochersystemen, dem Gaskocher Pocket Rocket von MSR (bzw. später einen anderen Gaskocher mit besserem Stand, siehe Bild) und dem Spiritus-Kocher von Dometic. Somit haben wir zwei “Kochplatten” zur Verfügung und können je nach Bedarf drinnen und draußen kochen. Zu Hause erschien uns diese Lösung vernünftig, mit zwei Systemen ist man schließlich immer unabhängig, falls man den einen Brennstoff mal nicht findet. In der Praxis sah es aber so aus, das wir in jedem Land auf der Suche nach Gaskartuschen und Spiritus waren. Zwar wurden wir meistens fündig, mussten aber teilweise hohe Preise zahlen und haben vorsorglich große Mengen gebunkert, was unser Platzproblem nur verstärkt hat.

Deswegen werden wir nun den Primus Omni Fuel verwenden, der praktischerweise auch mit Sprit läuft und man somit an jeder Tankstelle nachtanken kann. Das spart neben den erheblichen Kosten auch noch den Müll für die vielen Gaskartuschen.

Prinzipiell haben wir uns auch weiterhin gegen eine große Gasflasche entschieden: dadurch sparen wir Platz im Innenraum, können flexibel drinnen oder draußen kochen, haben keine Probleme mit den richtigen Adaptern und müssen beim Verschiffen kein Zertifikat erbringen.

Kochen mit Gaskartuschen ist auf Dauer teuer und nervig
Kochen mit Gaskartuschen ist auf Dauer teuer und nervig. In jedem Land muss man sich erneut auf Butangas Suche begeben.

#14 Leseleuchte im Beifahrerraum

Im Beifahrerbereich soll eine Hella Kartenleuchte aus dem Marinebereich montiert werden. Diese haben wir bereits als Nachttischleuchte und sind damit sehr zufrieden. Der Beifahrersitz ist doch öfter auch bei Standzeiten zum Einsatz gekommen, denn hier ist die 12 V Steckdose verbaut und auch die räumliche Trennung ist manchmal von Vorteil, wenn im Wohnraum gerade jemand kochen oder aufräumen will.

#15 Zusätzliche 12V-Steckdose im Wohnbereich

Bisher haben wir die meistgenutzte 12 V-Steckdose im Beifahrerraum auf der Armatur. Das ist zwar beim Fahren nicht schlecht, aber spätestens bei kurzen Zwischenstopps lagen die elektronischen Geräte dann quasi offen sichtbar für alle auf der Armatur. Deswegen wollen wir zusätzliche Steckdosen im Wohnbereich montieren, mehr Optionen und weniger Sichtbarkeit von außen.

#16 Gewichtsreduktion

Das Fahrzeug ist schwer und kratzt an der Grenze zum Übergewicht. Neben dem Austausch des großen Stahltanks gegen einen kleineren und leichteren Alu-Tank (siehe #4) wollen wir außerdem Nuten in die schwere Bodenplatte fräsen, auch in wenig belastete Teile im Innenraum können Löcher gebohrt werden, um zumindest nicht noch schwerer zu werden 😉

#17 Rostschutz bzw. Neu-Lackierung der Stoßstange

Die Qualität der Beschichtung beider Stoßstangen ist nicht zufriedenstellend und hat im Laufe der Reise doch sehr gelitten. Gegen den Rost suchen wir nun nach einer dauerhafteren Lösung und wollen die Stoßstangen neu lackieren. Dafür wollen wir Brantho Korrux verwenden, welches wir bereits für den Rahmen und Unterboden vor der Reise verwendet hatten. Zusätzlich sollen die Stoßstangen mit Wachs ausgespritzt werden und das Wachs im Rahmen erneuert werden.

Rost an beiden Stoßstangen - der Rostschutz ist längst überfällig
Rost an beiden Stoßstangen – der Rostschutz ist längst überfällig

Fazit Fahrzeug-Ausbau

Insgesamt sind wir mit dem ersten eigenen Ausbau sehr zufrieden. Alles hat den enormen Belastungen einer 85.000 Kilometer langen Reise gut überstanden. Die Änderungen die wir vornehmen wollen wären nicht unbedingt nötig, aber werden uns hoffentlich das Leben erleichtern. Die größten Neuerungen sollen für mehr Stauraum im Innen- und im Außenraum sorgen, die Erweiterung der Solarkapazität soll uns unabhängiger machen, genau wie ein zusätzlicher Brauchwassertank für außen. Insgesamt sind es alles Anpassungen, die wir speziell für Langzeitreisen brauchen und die uns für kurze Urlaubsfahrten im Bereich von 4 Wochen nicht stören würden.

Wir werden hier weiterhin über den Umbau berichten, falls du noch eine Idee hast sind wir natürlich offen für Vorschläge 😉

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